Der Vorsitzende des Jagdverein Lehrprinz e.V., Stefan Fügner, nimmt Stellung zum Artikel des DJV Präsidenten Helmut Dammann-Tamke  "Jägerboom in der Kritik: Wo sollen all die jungen Jäger nur hin? 


Zunächst einmal sollten alle Jäger froh sein, dass ein Jagdfunktionär das Thema Jungjägerschwemme und -ausbildung überhaupt anspricht. Dieses Thema der praktischen Jungjägerausbildung nach der Jägerprüfung rückt erst jetzt durch die sprunghaft angestiegenen Jungjägerzahlen in den Mittelpunkt der Diskussion, obwohl die Problematik fehlender praktischer Ausbildung schon seit vielen Jahren existiert und von den Verbänden in der Regel vollständig ignoriert wird.

Als Vorsitzender des Jagdverein Lehrprinz e.V., der nun seit 15 Jahren Jungjäger in der praktischen Jagd ausbildet, möchte ich zu dem Artikel des DJV Präsidenten Helmut Dammann-Tamke und zu den Kommentaren zu diesem Artikel in den verschiedenen sozialen Medien Stellung nehmen.

Das soziale Milieu der Jungjäger heute

Die genauere Untersuchung der Herkunft der Jungjäger, die den Boom der letzten Jahre auslösen zeigt, dass fast alle Jungjäger, die den Zuwachs ausmachen, häufig  keinerlei familiären Hintergrund zur Jagd haben. Nur wenige Jungjäger  können auf eine Verwandtschaft mit Jagdmöglichkeit zurückgreifen, was die Problematik der fehlenden praktischen Ausbildung massiv verstärkt. Das Problem ist also nicht neu, es wird nur durch den Zuwachs massiv verschärft. Zudem kommen viele Jungjäger heute auch verstärkt aus dem städtischen Milieu weil es sie raus in die Natur zieht. Ein lokales Netzwerk, das es ihnen ermöglichen könnte regional jagdlich Fuß zu fassen, fehlt ihnen gänzlich. Bereits vor 10 Jahren, am 21.10.2013 hatte ich auf diese sehr unterschiedlichen Milieus (jagdlich/gesamtgesellschaftlich) in dem Artikel Jagd- und Naturschutzverbände- Eine gesellschaftliche Milieustudie hingewiesen, der auch in der drauffolgenden Woche in der Printausgabe des Jagdmagazins Pirsch veröffentlicht wurde.

 

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Die unnötigsten Probleme sind bekanntermaßen diejenigen, die man sich selbst macht. In meinem Fall: Man nehme zwei passionierte Jäger mit wenig Geduld. Einer mit Flinte, der Andere auf vier Pfoten mit absoluter Wasser- und Bringfreude.


Konkret führe ich Tony, einen ESS im 3. Behang, mit dem ich sehr engagiert und erfolgreich Enten und sonstiges Niederwild jage. Die ersten Anzeichen der beginnenden Schusshitze habe ich leider nicht wahrgenommen, beziehungsweise nicht einschätzen können.

Ende Dezember hat mein Hund beim Aussteigen zum Entenstrich mit den Zähnen geknirscht, gefiepst und beim Anflug Laut gegeben. Ihn im Auto zu lassen, war natürlich auch keine zufriedenstellende Lösung. Das Einzige, was mir noch einfiel, war der Griff ans Telefon. Rainer Kern kannte ich von einem Seminar und durch mehrere Gespräche als einen sehr kompetenten Ausbilder (diverse Empfehlungen von selbsternannten Fachleuten, die lauteten „du hast doch einen Stock“ etc. sind für mich keine Ausbildungsmethoden).

Am 19. und 20.03.2022 startete Rainer (im Bild links), zusammen mit seinem Team beim German Cup 2022 in Gemünden am Main. Am Ende durfte er sich gemeinsam mit seinem Team über einen verdienten 1. Platz freuen.

Retrieverarbeit erklärt für interessierte Hundeführer anderer Jagdhunderassen

Gerne möchten wir interessierten Hundeführern die Arbeit mit Retrievern vorstellen und beschreiben, worum es z.B. bei der Deutschen- oder Europameisterschaft für Retriever geht. Es lässt sich in einem Satz erklären. Es gibt keine bessere Möglichkeit um die Hunde fit für die Jagd zu halten, sie durch regelmäßiges Traininung artgerecht auszulasten und ein gutes Mensch-Hund Team zu werden. Der Retriever ist ein Spezialist wenn es um das Apportieren geht, doch geht er bei entsprechender Ausbildung auch zuverlässig und gut auf Schweiß. Es gibt gewisse Arbeitslinien, die auch Wildschärfe im Blut haben. Wer als Hundeführer regelmäßig mit seinem Hund arbeitet und Freude daran hat, die Leistungsfähigkeit seines Hundes mit dem Leistungsstand von anderen Hunden zu vergleichen, wird Freude an der Retrieverarbeit haben. Es gibt keine andere Jagdhunderasse, die den Hundeführern so viele Möglichkeiten bietet, um gemeinsam mit anderen Hundeführern zu trainieren und auf Prüfungen zu gehen. Es versteht sich von selbst, dass man einen gehorsamen Hund für diese Arbeit braucht und welcher Jäger wünscht sich nicht einen gehorsamen Kameraden an seiner Seite bei der Jagd.